Zum Skikanten schleifen bedarf es schon etwas Übung und ein paar gute Tipps vom Profi

Man könnte meinen, dass es bei den Skiern völlig ausreichend ist, wenn man etwas mit dem Schleifpapier hin und her streicht. Von diesem Irrglauben sollte man sich schnellstens verabschieden, denn es ist sehr wichtig, dass man beim Abschleifen seiner Skier sehr professionell und gewissenhaft vorgeht. Ansonsten kann man mehr Schaden als Nutzen erreichen. 
Man muss beim Abschleifen die verschiedensten Schritte berücksichtigen. Zuerst sollten die Beläge insgesamt kontrolliert werden. Der Belag muss gerade sein. Das heißt, es darf keine Wölbung vorhanden sein. Sollte man bei dieser Überprüfung grobe Unebenheiten finden muss man am besten direkt ein Sportfachgeschäft aufsuchen. Denn in einem solchen Fall kann wirklich nur ein Fachmann helfen. 
Kann man das Abschleifen selbst erledigen, dann sollen die Außenkanten in einem bestimmten Verhältnis zur Innenkante abgeschliffen werden. Es kommt dabei auf die Lage an, in welchem Winkelgrad man den Abschliff vornimmt. Wenn noch Utensilien benötigt werden, können diese beispielsweise bei der Steidle Drehteile GmbH erworben werden. 
Damit die Feile in die korrekte Stellung gebracht werden kann, sollte man einen dünnen und kleinen Gegenstand unter die Feile legen. Hierzu reicht bereits ein gut gefaltetes Blatt Papier. Man kann sich aber auch einen Profiwinkel im Fachgeschäft kaufen, dies sorgt für ein genaueres Ergebnis. 
Die Feile muss auf der Unterseite der Ski angelegt werden. Es ist dann darauf zu achten, dass der Abschliff in Fahrtrichtung der Skier vorgenommen werden kann. Dies führt eine bessere Gleitfähigkeit über den Schnee herbei. 
Allerdings sollte vor dem Skikanten schleifen darauf geachtet werden, dass mit dem sogenannten Seitenwangenhobel der überschüssige Kunststoff abgetragen wird, damit ein feinerer Schliff möglich ist. Hat man keinen passenden Seitenwangenhobel zur Hand kann der Kunststoff durchaus auch mit einer sehr groben Feile entfernt werden. 
Beim Schleifen ist unbedingt darauf zu achten, dass die Kanten insgesamt nie tiefer als der Belag werden, denn dann hat man das Problem, das die Skier nicht mehr richtig im Schneebett greifen. 
Die Winkel an den Enden des Skis darf ruhig spitz zulaufend geschliffen werden, denn dadurch erhalten die Skier insgesamt mehr Speed. Gerade erfahrene Fahrer lieben die Fahrt mit spitzzulaufenden Skiern. 
Mit einem Schleifstein müssen dann die groben Reste der Abschleifarbeiten beseitigt werden, damit die Unterseiten der Skier so glatt wie möglich werden und einen guten Fahrspaß garantieren. Je mehr Reste zurückbleiben, desto mehr bremsen auch die Skier bei der Abfahrt wieder ab. Die Skikanten können dann mit einem Schleifstein noch einmal sanft nachbearbeitet werden, so dass sie möglichst glatt sind und einen guten Dreh beim Fahren ermöglichen. Es ist dabei zu beachten, dass eine hängende Kante das Risiko des Verkantens verringern kann. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass insbesondere spitz zulaufende Kanten auch schneller wieder abnutzen und nachgeschliffen werden müssen, damit der Fahrspaß auch garantiert bleibt. Durch ein Schleifgummi kann man die Kanten dann widerstandsfähiger machen und den Skiern wahrlich den letzten Schliff verleihen, denn durch das Schleifgummi werden dann auch die allerletzten Reste an dem Ski beseitigt. 
Mit etwas Übung kann man das Schleifen der Skikanten durchaus selbstständig und ohne fachmännische Hilfe durchführen. Allerdings sollte man zu Beginn vorsichtig arbeiten.


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